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In der Neuenhöfer Allee 21 kam man zwar unter der Laterne parken, aber es lohnt sich nicht. Heute Morgen war mein Auto nicht mehr da. Ich habe also panisch die Polizei in Köln Sülz angerufen und sie konnten mich beruhigen. Mein Fahrzeug wurde nur abgeschleppt, nicht gestohlen. Es stand auch nur zwölf Minuten entfernt in Köln Zollstock auf dem Hof der Firma Christopherus (Vertragspartner des ADAC…falls mal jemand einen Abschleppdienst braucht). €210,63 hat der Spaß gekostet. Das wäre in Aachen in meiner Garage oder in Villa General Belgrano unter meinem Carport auf meinem Grundstück nicht passiert. Gut, es ist natürlich müßig, über verschüttete Milch zu jammern. Ihr kennt das: Mensch fährt nach Hause (ich von Aachen nach Köln), sucht in samstags abends vor der Haustür und den umliegenden Straßen einen Parkplatz und irgendwann ist der Drang, eine Toilette aufzusuchen, so groß, dass einem viele Orte wie Parkplätze erscheinen. Besonders jene, wo kein Halteverbotsschild hängt. Naja, Geld hat man oder nicht. Die läppschen Doppelmieten und der banale Abstand für die Einbauküche (€2000)…da zahle ich doch die Abschleppgebühr und das Bußgeld der Stadt Köln, ohne mit der Wimper zu zucken. Gibt’s halt heute Abend wieder nur Studentenfutter zum Abendbrot.
Und sonst so? Es geht voran in der neuen Wohnung. Sie ist hell (4. Etage, Dachgeschoss) und der Westbalkon geht nach hinten zum Innenhof, wo Bäume stehen, Vöglein singen, kein Verkehr ist und die Sonne untergeht. Mein Schlafzimmerfenster zeigt leider zur Berrenrather Straße. Hier liegen Straßenbahngleise, welche in ein Gleisbett aus Kopfsteinpflaster eingefasst und nur am Rande Asphalt haben. Selbst langsam fahrende Kraftfahrzeuge machen also Krach (wie früher in der Iltisstraße in Köln Neuehrenfeld vor der Sanierung mit Flüsterasphalt 2007). Ich schlafe also wieder mit Ohropax (und hoffe, den Wecker nicht zu überhören). 49 Quadratmeter sind jedenfalls einfacher sauber zu halten. Allerdings ist es gar nicht so einfach, den Inhalt der vielen Kartons zu verstauen. Brauche dringend Regale für meine ganzen Bücher und Ordner. Auch ein Bett wäre nicht schlecht. Am besten wieder eins mit Bettkasten, denn eine Abstellkammer hat mein Apartment leider nicht. Momentan steht der Staubsauger auf dem Flur. Den Treppenabsatz habe ich schon mit meinen zwei Schuhregalen in Beschlag genommen – noch hat sich meine Nachbarin nicht beschwert. Auf dem Balkon wächst der Wald: Bisher stehen dort zwei Apfelbäumchen, zwei Kirschen, zwei Heidelbeeren, eine Aronie, drei Kästen mit Sonnenblumen, ein Topf mit Rosmarin, ein Kasten mit Hornveilchen (zwei Pflanzen, die mittlerweile dreifarbig gelb, lila und weiß blühen), eine schwarze Johannesbeere, eine Stachelbeere, ein blauer Sommerflieder, eine Weigelie und zwei Kästen Geranien, die bei meinem Vater den Winter überlebt haben. Nun fehlt nur noch eine Katze.
Meine Aachener Freunde Jörg, Noel und ich wollen im Sommer mit dem Rad eine Alpenüberquerung nach Slowenien machen. Ich muss also trainieren, denn Jörg ist fit wie ein Turnschuh – und die Alpen bergig. Heute bin ich mit dem Rad zur Bank in Köln Riehl gefahren. Erstaunlicherweise geht es meinen Aktienfonts und ETFs besser als ich wegen des Irankrieges befürchtet hatte. Eigentlich sollte danach der zweite Teil meiner Fortbildung „Hörverstehen im Spanischunterricht der Sekundarstufe II“ stattfinden, doch leider konnte ich den Link nirgendwo finden. Na gut. Also noch schnell die Warnweste umtauschen, die der Weihnachtsmann zu klein für meine Mama besorgt hatte. Mit dem Rad nach Köln Nippes, weiter zum Fahrradladen in Hürth Gleuel (der neue Scheinwerfer war durchgebrannt und der Umwerfer vorne schaltet nicht richtig) und zurück nach Sülz. 40Km werden das insgesamt gewesen sein. Bei dem herrlichen Frühlingswetter macht das auch Spaß.
Jetzt noch ein bisschen Unterricht vorbereiten und dann ab ins Bettchen.
Das Bild zeigt einen herrlichen Sonnenuntergang von meinem Balkon.
Es ist schon spannend, festzustellen, dass alle Menschen Angst haben. Wovor, variiert natürlich stark. Mathe-Test, Zahnarzt, Höhe, Darmspiegelung, zu stürzen und sich etwas zu brechen...kurzum: jede/r fürchtet sich vor etwas. Allerdings müsste dies ja zu mehr Verständnis und Empathie führen, denn wenn jeder Mensch Angst vor etwas hat, ist es ja zutiefst menschlich und nahezu normal. Sollten wir nicht eigentlich rücksichtsvoller miteinander umgehen? Niemand sucht sich seine Ängste aus und mit Ratio lassen sich die wenigsten heilen. Ich finde die Erkenntnis interessant. Vielleicht gelingt es mir ja, die Ängste anderer ernster zu nehmen und im Umkehrschluss auch von anderen ernster genommen zu werden...
Ja, ich bin wieder in Köln. Zuhause in meinem Heimathafen. Vermeintlich, denn irgendwie fühlt sich mehrwürdig an. Ich weiß, die Menschen hier haben sich verändert, ich habe mich verändert... blablabla. Ich glaube, nach all' den Entbehrungen in Aachen und Argentinien hätte ich mich einfach mal wieder darauf gefreut, nach Hause zu kommen, dahin, wo's so war wie früher. (Vielleicht etwas, wonach sich AFD-Wähler*innen sehnen?). Nichts ist, wie's früher war und es wird auch nicht mehr so. Das ist bitter, aber wahr. Die Welt ist kompliziert geworden und ich bin es schon immer gewesen. Das macht es nicht besser, sondern eher anstrengend. Die neue Schule verlangt mir viel ab. Besonders die Digitalisierung ist leider nicht selbsterklärend. Neue Lehrwerke, neue Schüler*innen mit neuen Problemen und Bedürfnissen. Neue Kolleg*innen mit neuen Kompetenzen und Methoden und Arbeitsweisen. Ja, und das ständige umzuziehen, beginnt auch zu nerven. Ich habe immer weniger den Überblick, was wo ist. In welche Kiste habe ich vor 1.5 Jahren was getan? Wo steht sie nun? Es ist frustrierend. Die vermietenden Menschen würden in meiner Diktatur alle enteignet. Beim Klettern geht's voran, bei Skifahren bergab. Bei der Überfrachtung stellt sich eine Überforderung ein, die frustriert. Was kann ich (überhaupt)?, frage ich mich da gelegentlich. Besser, ich bleibe mal schön zu Hause und schütze meine Umwelt. Vor mir und meinen Launen.
17. Januar 2026, 15:29:45....und selbst im Kölner Beethovenpark lag so viel Schnee, dass die halbe Stadt Schlittenfahren und spazieren war.
Am 10.01. lag Aachen noch im Winterschlaf...
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